Monster Fruit Wheel aus Lauenau.

Normalerweise finde ich es immer ein bisschen creepy und abtörnend, wenn süße Gerichte wie deftige heißen. Beim klassischen Spaghettieis mach ich eine Ausnahme. Spaghettieis ist eben Spaghettieis. Und war’s auch schon immer. Spaghettieis Carbonara geht allerdings schon wieder gar nicht. Kann ich nicht bestellen. Keine Ahnung warum, denn die Zutaten sind ja alle durchweg lecker. Ebenso verhält es sich mit Pizzaeis. Will ich nicht. Versteh ich nicht. Wenn einer meiner Nachbarn allerdings Geburtstag hat, gibt es zur nachmittäglichen Kaffeerunde immer die Obstpizza von Frau Hupe aus Lauenau. Man könnte das Ding auch Riesen-Obst-Rad nennen. Oder für Freunde von Anglizismen: Monster Fruit Wheel. Aber der Kuchen heißt nunmal Obstpizza. Obwohl er keinen Hefeboden hat. Genaugenommen ist es ein normaler, allerdings sehr üppig belegter Obstkuchen auf Mürbeteigbasis. Obendrauf ein leckeres Gelee, das die sehr schön gestapelte Obstauswahl zusammenhält. Besonders an der Obstpizza ist ihre schiere Größe: Das Ding ist bestimmt einen halben Meter im Durchmesser. Das Riesen-Obstboden-Rad reicht dann noch zum Kaffee am nächsten und am übernächsten Tag. Und ist auch dann immer noch sehr lecker.

Café Crema. Rodenberger Straße 30. 31867 Lauenau.

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Schwedische Lorbeeren.

Gerade hatte ich mich noch gefragt, warum das Gräddhyllan eigentlich nicht im White Guide gelistet ist, da schlag ich unsere Lokalzeitung Smålänningen auf und zack, was les ich? „Gäddhyllan Lantcafé i Markaryd, är en av 42 nya kaféer som kaféguiden har listat i år.“ Na bitte. Geht doch.

4 x Center Shock Monster Silber, bitte.

Oh, wie schön. Vom NDR gibt es eine halbstündige Doku über den Naschikönig. Da freu ich mich doch gleich auf den nächsten Besuch. Frag mich gerade, wann ich eigentlich das letzte Mal da war. Is schon länger her, glaub ich. Was für ein Fehler. Steht für 2017 aber auf der To-go-Liste.

Hier gibt’s die Doku in der ARD-Mediathek. Übrigens sehr meditativ. Da ist man nach dem Anschauen gleich ganz entspannt.

 

Plastikgeld.

Für zwei Eiskaffee in einem winzigen etwas provisorisch anmutenden Café zück ich normalerweise keine Kreditkarte, aber weil das Bargeld gerade für zwei Tuborg und Biopølser draufgegangen ist, pass ich mich den dänischen Gepflogenheiten an und mach das eben auch mal. Is total normal hier. In Kopenhagen. Sogar der Saftverkäufer an seinem mobilen Ministand hat ein Kartenlesegerät.

Ravintolapäivä unter der Brücke.

Heute ist Restaurant Day. Vielmehr war Restaurant Day, denn um diese Uhrzeit ist der Trubel eigentlich schon wieder vorbei. Die Idee zum Tag der Pop-up-Restaurants stammt ursprünglich aus Finnland. Dort waren wir vergangenen November bei einem Helsinki-Kurztrip durch Zufall reingeraten. Überall auf Straßen, Plätze, in Hauseingängen, Privatwohnungen, Vereinsheimen und sonstwo hatten Leute für ein paar Stunden ihr Minirestaurant aufgebaut. Man konnte durch Helsinki ziehen, was wir sowieso aus sightseeingtechnischen Gründen taten, und mit Hilfe der zugehörigen App sehen, wo das nächste Restaurant war und was es dort zu essen gab. Man konnte natürlich gar nicht so viel probieren, wie angeboten wurde. Und nicht überall waren die Köchinnen und Köche gleich talentiert und organisiert, trotzdem war’s einfach gut. Vor einem alten Schlepper (Foto) auf der Festungsinsel Suomenlinna wurde z.B. Chili con Carne mit einem ordentlichen Schlag Smetana und selbst gebackenem Brot mit Kräuterbutter serviert. Dazu heißer Glöggi (ohne Alkohol). Das war einfach köstlich an diesem goldenen aber kühlen Herbsttag.

Restaurantday

Weltweit gab es beim Restaurant Day im vergangenen November wohl an die 1400 Pop-up-Restaurants in 190 Städten und 31 Ländern. In Helsinki selbst sind es je nach Jahreszeit so um die 50 Restaurants allein im Stadtzentrum. Wir hier in Deutschland sind noch etwas zurückhaltend mit der Teilnahme. Keine Ahnung, ob das irgendwas mit unseren harten Bestimmungen zum Lebensmittelverkauf zu tun hat oder ob einfach zu Wenige von der Idee wissen. In diesem Jahr gibt’s jedenfalls auch endlich ein Pop-up-Lokal in Hannover. Äußerst erfolgreich, wie mir scheint, denn als wir um kurz nach vier unter der Benno-Ohnesorg-Brücke am Schwarzen Bären in Linden aufschlugen, war schon längst nix mehr zu wollen, obwohl es erst um zwei losgegangen war. „Nach ca. eineinhalb Stunden waren die 300 Portionen schon weg“, entschuldigte sich die Betreiberin, die einfach nicht mit dem riesigen Andrang gerechnet hatte. Sie selbst hatte vom Restaurant Day auch erst vor vier Tagen erfahren und sich spontan überlegt mitzumachen. Hut ab jedenfalls für die gastronomische und logistische Leistung. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung unterstützte das Vorhaben mit einer kleinen Berichterstattung. Da war es dann auch fast kein Wunder, dass so viele Leute kamen. Der nächste Restaurant Day kommt aber bestimmt, denn er wird immerhin vier Mal im Jahr begangen: Am 15. November ist die nächste Chance, für einen Tag das eigene Restaurant zu eröffnen. Und wer sich jetzt wundert, warum ich hier so’n PR-Text abliefere: Ich find die Idee einfach supermegaknallercoolgrandiosoberklasse. Merkt man, oder?

Wo die Wikinger wohnten.

haddebyMal davon abgesehen, dass das Wikingermuseum in Haithabu an der Schlei echt spannend ist, haben die dort auch eine wirklich gute Museumsgastronomie mit herrlicher Aussicht über das Haddebyer Noor. Man sitzt auf der grünen Wiese direkt am Wasser und genießt feinheimisch (Genuss aus Schleswig-Holstein e.V.). Und mal davon abgesehen, dass ich die Idee von feinheimisch super finde, die Wortkreation aber nicht so bombe, gibt es dort u.a. sehr schmakeligen Schokoladenkuchen. Richtig schön saftig und schokoladig. Wie sich das gehört. Und auch das kleine Buffet mit den deftigen Sachen sah wirklich gut aus. Sehr dänisch. War aber gerade Kaffeezeit. Vielleicht nächstes Mal.

Ach ja, das Museum: Ohne Cafébesuch mindestens drei Stunden einkalkulieren, sonst wird’s hetzig mit dem Außenbereich.

Wikingermuseum Haithabu Café. Am Haddebyer Noor 5. 24866 Busdorf.

Hab ich’s doch gleich gewusst.

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Eine Kaffeetante denkt:

Rhabarber-Cheesecake oder Nöttarta? Rhabarber-Cheesecake oder Nöttarta? Oder vielleicht doch Rhabarberstreusel? Oder Chokladkaka? Der Mann nimmt natürlich wie immer den Schokoladenkuchen. Hab ich’s doch gleich gewusst. Ich nehm den Rhabarber-Cheesecake. Es ist schließlich Rhabarberzeit.

Eine Kaffeetante bestellt am Kuchentresen:

En chokladkaka och en rhabarber cheesecake, tack!

Der Mann einer Kaffeetante sagt:

Ich wusste sofort, dass du den Rhabarber-Cheesecake nimmst.

(Alter, war das lecker. Und das ist wirklich ein schönes Plätzchen hier. Die Aussicht auf den Fluss Lagan, der an dieser Stelle eher einem See gleicht, ist da noch nicht mit eingerechnet: Wegen der Nähe zum Wasser ist das Gräddhyllan auch eine 1a-Anpaddelstation für Kajaks, Kanus und sonstige Wasserfahrzeuge.)

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Gräddhyllan Lantcafé AB. Ryd 4355. 28593 Markaryd. Småland. Schweden.