Ravintolapäivä unter der Brücke.

Heute ist Restaurant Day. Vielmehr war Restaurant Day, denn um diese Uhrzeit ist der Trubel eigentlich schon wieder vorbei. Die Idee zum Tag der Pop-up-Restaurants stammt ursprünglich aus Finnland. Dort waren wir vergangenen November bei einem Helsinki-Kurztrip durch Zufall reingeraten. Überall auf Straßen, Plätze, in Hauseingängen, Privatwohnungen, Vereinsheimen und sonstwo hatten Leute für ein paar Stunden ihr Minirestaurant aufgebaut. Man konnte durch Helsinki ziehen, was wir sowieso aus sightseeingtechnischen Gründen taten, und mit Hilfe der zugehörigen App sehen, wo das nächste Restaurant war und was es dort zu essen gab. Man konnte natürlich gar nicht so viel probieren, wie angeboten wurde. Und nicht überall waren die Köchinnen und Köche gleich talentiert und organisiert, trotzdem war’s einfach gut. Vor einem alten Schlepper (Foto) auf der Festungsinsel Suomenlinna wurde z.B. Chili con Carne mit einem ordentlichen Schlag Smetana und selbst gebackenem Brot mit Kräuterbutter serviert. Dazu heißer Glöggi (ohne Alkohol). Das war einfach köstlich an diesem goldenen aber kühlen Herbsttag.

Restaurantday

Weltweit gab es beim Restaurant Day im vergangenen November wohl an die 1400 Pop-up-Restaurants in 190 Städten und 31 Ländern. In Helsinki selbst sind es je nach Jahreszeit so um die 50 Restaurants allein im Stadtzentrum. Wir hier in Deutschland sind noch etwas zurückhaltend mit der Teilnahme. Keine Ahnung, ob das irgendwas mit unseren harten Bestimmungen zum Lebensmittelverkauf zu tun hat oder ob einfach zu Wenige von der Idee wissen. In diesem Jahr gibt’s jedenfalls auch endlich ein Pop-up-Lokal in Hannover. Äußerst erfolgreich, wie mir scheint, denn als wir um kurz nach vier unter der Benno-Ohnesorg-Brücke am Schwarzen Bären in Linden aufschlugen, war schon längst nix mehr zu wollen, obwohl es erst um zwei losgegangen war. „Nach ca. eineinhalb Stunden waren die 300 Portionen schon weg“, entschuldigte sich die Betreiberin, die einfach nicht mit dem riesigen Andrang gerechnet hatte. Sie selbst hatte vom Restaurant Day auch erst vor vier Tagen erfahren und sich spontan überlegt mitzumachen. Hut ab jedenfalls für die gastronomische und logistische Leistung. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung unterstützte das Vorhaben mit einer kleinen Berichterstattung. Da war es dann auch fast kein Wunder, dass so viele Leute kamen. Der nächste Restaurant Day kommt aber bestimmt, denn er wird immerhin vier Mal im Jahr begangen: Am 15. November ist die nächste Chance, für einen Tag das eigene Restaurant zu eröffnen. Und wer sich jetzt wundert, warum ich hier so’n PR-Text abliefere: Ich find die Idee einfach supermegaknallercoolgrandiosoberklasse. Merkt man, oder?

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