Café Caramel

Drei Jahre habe ich fast direkt daneben gewohnt und habe es doch nicht wahrgenommen, bzw. nur auf dem Weg ins Wahllokal, was, soweit ich mich erinnere, maximal dreimal gewesen sein kann: Kommunalwahl 2001, Bundestagswahl 2002 und Landtagswahl 2003. Vielleicht auch weniger, weil ich oft Briefwahl mache. Und einmal haben wir eine nadelnde Weihnachtsbaum-Leiche in eine Decke gehüllt zum Alt-Weihnachtsbaum-Sammelplatz gleich beim Caramel um die Ecke gebracht. Gedacht hab ich beim Vorbeigehen immer: „Sieht nett aus, musst du mal hingehen.“ Und hab es trotzdem nicht gemacht. Mit meiner Stimme respektive dem Weihnachtsbaum hab ich quasi meine Erinnerung an das hübsche Eckhaus abgegeben, welches (neben den brennenden Ölfässern) ein bisschen Wärme nach Linden-Süd zu bringen scheint. Auf dem Rückweg hab ich meistens einen anderen Weg genommen. Letztes Wochenende hab ich das Café nun endlich ausprobiert. Völlig anderer Stadtteil mittlerweile, aber man hat ja so seine Kontakte. Die Musik war etwas laut und in der Mischung durchaus gewöhnungsbedürftigt, das Mobiliar abgewetzt aber gemütlich, und der italienische Schokoladenkuchen mit Pinienkernen zum Gleich-noch-ein-Stück-Bestellen spielt sozusagen um den Aufstieg in die Philadelphia-Torte-galore-Liga.

Café Caramel. Ricklinger Straße 120. 30449 Hannover. 0511.449 83 31. Montag bis Freitag 9.30 bis 19 Uhr. Samstag und Sonntag 10 bis 19 Uhr.

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